Dr. Adolphs stellt den Verlauf einer umfangreichen Sanierung vor: von der schweren Parodontitis über die Implantation bis zur provisorischen Versorgung - dokumentiert über eine Behandlungswoche hinweg. Die Patientin kommt an mehreren Tagen selbst zu Wort.
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Ausgangssituation
Die 59-jährige Patientin kam mit einer ausgeprägten Parodontitis in unsere Praxis - einer fortgeschrittenen Erkrankung des Zahnhalteapparats. In Ober- und Unterkiefer waren zahlreiche Zähne stark gelockert, das umliegende Zahnbett war entzündet. Im Oberkiefer waren die Zähne so weit geschädigt, dass sie nicht mehr erhalten werden konnten. Im Unterkiefer kamen wurzelkanalbehandelte Zähne hinzu. Einzelne gesunde Zähne im Unterkiefer konnten erhalten bleiben.
Der Behandlungsplan
Die Patientin ist beruflich stark eingebunden. Deshalb haben wir den Eingriff nach einem Konzept geplant, das die eigentliche Behandlung auf eine Woche konzentriert, von Montag bis Freitag.
Vorbereitender Schritt: Entfernung der vorhandenen Metallrestaurationen in Ober- und Unterkiefer, anschließend ein ästhetisch bereits ansprechendes Langzeitprovisorium.
Behandlungswoche:
Tag 1
Acht Zähne im Oberkiefer entfernt, 10 Keramikimplantate gesetzt
Tag 2
Unterkiefer: Zähne entfernt, 4 Keramikimplantate gesetzt
Ende der Woche
Langzeitprovisorium aus dem Labor, Keramikkronen auf Implantaten und erhaltenen Zähnen. Insgesamt wurden 14 Keramikimplantate gesetzt.
Implantation mit Bohrschablone
Die Implantate wurden geführt gesetzt - über eine Bohrschablone, die zuvor anhand der dreidimensionalen Planung angefertigt wurde. Das hat zwei praktische Folgen: Die Position jedes Implantats ist exakt vorgegeben, und das Provisorium kann bereits vorab passgenau hergestellt werden. Die Patientin konnte deshalb noch am Tag des Eingriffs mit festsitzenden Zähnen nach Hause gehen.
Befunde im Vergleich
Vor der Behandlung
Nach der Behanldung
Die hellen Strukturen auf dem Bild nach der Behandlung sind die Keramikimplantate. Im Unterkiefer sind die erhaltenen natürlichen Zähne zu erkennen.
Wie es weitergeht
Vier Monate nach dem Eingriff stellt sich die Patientin zur Kontrolle vor. Im Anschluss folgt die definitive Versorgung mit Keramikkronen und -brücken auf den Implantaten und den erhaltenen natürlichen Zähnen.
Hinweis
Dies ist die Darstellung eines einzelnen Behandlungsverlaufs. Ob eine Behandlung in dieser Form und in diesem Zeitrahmen möglich ist, hängt von der individuellen Situation ab und lässt sich nicht übertragen. Die definitive Versorgung dieser Patientin steht noch aus.